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Häufig gestellte Fragen zum thema

Implantologie

 

Was sind Implantate?

Implantate sind Schrauben mit einer Länge von 4-14mm und einem Durchmesser von 3,3-4,8mm, die, nach Vorbereitung des Kieferknochens, in diesen eingeschraubt werden. Sie bestehen aus einer, je nach Hersteller, spezifischen Titanlegierung oder Zirkoniumdioxid. Nach einer Einheilphase von 3-9 Monaten können auf diese Implantate dann verschiedene Aufbauelemente aufgeschraubt werden, um, je nach individueller Situation, einen Zahnersatz daran zu befestigen.

Ich habe Parodontitis. Kann ich trotzdem mit Implantaten versorgt werden?

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleisches, bei der es bereits zu einer weitgehend irreversiblen Zerstörung von Teilen des Zahnhalteapparates (Bindegewebe und Knochen) gekommen ist. Parodontitis fasst man heute nicht als lokale Erkrankung des Zahnfleisches auf, sondern als Entzündungserkrankung. Bei einer Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch erkrankt, sondern der ganze Patient (Quelle: KZVB.de). Eine nicht behandelte Parodontitis ist eine Kontraindikation für das Setzen eines Implantates. Die erhöhte Bakterienzahl, die aufgrund des chronisch entzündeten Zahnfleisches in der Mundhöhle vorherrscht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Implantat nicht einheilt, deutlich. Darum muss bei der Implantatplanung der Patient auf eine eventuelle Parodontitis untersucht werden. Wird diese diagnostiziert, ist sie vor der Implantation zu therapieren. Erst, wenn die Zahnfleischtaschen entzündungsfrei sind, kann mit der Implantatplanung fortgefahren werden.

Gibt es Alternativen zum Implantat?

Grundsätzlich gibt es immer Alternativen zum Implantat, über die auch immer aufgeklärt werden sollte. Fehlen nur einzelne Zähne, können diese meist durch Brückenversorgungen ersetzt werden. Der Vorteil von Implantaten hierbei ist, dass die Zahnhartsubstanz der die Lücke begrenzenden Zähne geschont werden kann. Ist diese bereits durch Karies zerstört, oder weisen die Zähne große Füllungen auf, ist eine Brückenversorgung der Implantatversorgung in Qualität und Ästhetik gleich zu setzen. Oft jedoch ist die Versorgung mit Implantaten die einzige Möglichkeit für einen festsitzenden Zahnersatz. Dies trifft meist dann zu, wenn man in einem Bereich des Kiefers eine verkürzte Zahnreihe hat, sprich die hinteren Zähne fehlen und die Lücke nicht mehr von beiden Seiten von Zähnen begrenzt ist. In solchen Fällen ist die Alternative zum Implantat ein herausnehmbarer Zahnersatz.

Habe ich Beschwerden nach dem Eingriff?

Die Implantation ist sowohl während des Eingriffes als auch bei der Nachsorge mit weniger Risiken und Schmerzen verbunden, als eine Zahnextraktion. Wundschmerzen in den ersten Tagen nach dem Setzen des Implantates können nur selten ganz vermieden werden, fallen aber oft nur sehr gering aus. Meist hilft eine Schmerztablette am Tag des Eingriffes aus. Bei größeren Knochenaufbaumaßnahmen sind kleine Hämatome und eine moderate Schwellung im Gesichts- und Halsbereich nicht zu vermeiden. Diese können aber durch konsequentes Kühlen des OP-Gebietes klein gehalten werden. Nachblutungen sind auch bei Patienten, die blutverdünnende Medikamente nehmen, selten, da das Wundgebiet zur Einheilung der Implantate dicht vernäht werden muss. Auch Infektionen des OP-Gebietes sind selten, da der Eingriff unter sterilen Kautelen erfolgt.

Gesundheitstipp

Kinder sollte man ab etwa einem Jahr erstmals zum Zahnarzt mitnehmen.